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Kunstkopf-Stereophonie

Eine Aufnahmetechnik für Ton, die ein Schattendasein führt.

Der erste Kunstkopf wurde 1933 gebaut. Diese Technik, sagt ja schon der Name, basiert auf einen besonderen Aufnahmestandpunkt. Der Kopf nimmt die Stelle einer Person ein. Im Kopf werden als Ersatz für unsere Ohren, die Gehörgänge nachgebildet und die Trommelfelle durch Mikrofone ersetzt. Die damit gemachten Aufnahmen, lassen den Eindruck entstehen, daß Sie den Platz in der 5. Reihe, im Konzert hatten. Es ist unglaublich, welches Raumgefühl dadurch entsteht. Diese Technik unterscheidet sich daher grundlegend von einer normalen Aufnahme.

Im Internet gibt es genug Infos dazu. Am schönsten ist aber, daß viele Beispielaufnahmen angeboten werden. Kunstkopfaufnahmen sollten mit einem geschlossenen Kopfhörer angehört werden, um den beabsichtigten Raumeindruck nicht zu verfälschen. Hörspiele sind ein echtes Erlebnis, aber auch Klangbilder jeglicher Art.

Nun werden Sie bestimmt keinen solchen Kopf daheim haben. Nicht verzagen, Holzkopf fragen.
Nehmen Sie doch einfach Ihren eigenen Kopf. An den Ohren müssen Sie nur kleine Mikrofone anbringen und los gehts. Sie werden staunen.

Viel Freude mit dem Kunstkopf, oder notfalls auch mit Ihrem Kopf als Ersatzkunstkopf.

Categories: Musik & Film Tags:
  1. Jens Diercks
    19. Oktober 2009, 13:47 | #1

    Ich habe aus den 70er Jahren noch den Kunstkopf von Senheiser.
    Leider hat sich die Technik nicht durchgesetzt.
    Vielleicht weil immer ein Kopfhörer benutzt werden mußte.
    Gruß
    Jens

  2. Marcus
    20. April 2009, 09:39 | #2

    Selbst mit billigen Kopfhörern ein Erlebniss:
    http://www.youtube.com/watch?v=IUDTlvagjJA&feature=related
    Und das, wo ich Frisörbesuche so hasse :-)

    Augen schliessen, zuhören… leider in Englisch.

    Holzkopf: Immer wieder nette Beiträge, da sind immer wieder wissenswerte Sachen dabei, die auch zu dem ein oder anderen Projekt anregen :-)

  3. dani@night
    19. April 2009, 19:44 | #3

    Kenn die Dinger nur von diversen Audiozeitschriften die damit die Headsets/Kopfhörer/etc. auf Frequenzgang Schalldruck usw. testen. Kosten übrigens paar tausend € :-)